Berliner und Dresdner machen sich Gedanken über ihren internationalen Ruf


Berlin scheint immer mehr zu einem Wachstumsmotor zu werden. Die derzeitige globale Wirtschaft ist besonders geprägt von Gegensätzen. Viele qualifizierte Menschen verdienen wieder mehr Geld. Geringverdiener dagegen verlieren in Berlin immer mehr an Terrain.

Eine Vielzahl an Aktivitäten konzentrieren sich auf Städte wie New York, Peking oder London. Aber auch Berlin blickt mit seinen Universitäten immer weit über den eigenen Tellerrand hinaus. Die Berliner Hochschulen haben im September an ihre Wähler appelliert, da sie sich Sorgen um die Weltoffenheit und das Ansehen der Hauptstadt gemacht haben.

Viele Berliner und Berlinerinnen wurden daher aufgefordert, dem Fremdenhass in Berlin keine Chance zu geben. Sie hofften durch ihr offenes Signal, viele Bürger und Bürgerinnen wachzurütteln. Die Charité, die Hochschulen sowie die Einstein Stiftung hatten alle Berlinerinnen und Berliner in einem Apell aufgefordert, die richtige Wahl zu treffen.

Die Offenheit der Hochschulen kam bei vielen Berlinern gut an. Als Ziel hatte es sich die Gemeinschaft der Hochschulen gesetzt, dass Schaden von der Hauptstadt abgewendet wird. Sie wollten verhindern, dass Berlin seinen Reiz verliert und sich im Fremdenhass oder in einer Engstirnigkeit verliert.

Flüchtlings-und Fremdenfeindliche Strömungen oder Gruppierungen bedrohen auch in der Hauptstadt den Zusammenhalt der demokratischen Gesellschaft. Wenn die Bedrohungen nicht in den Griff bekommen werden und die Atmosphäre in der Metropole kippt, dann möchten internationale renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am liebsten nicht mehr tätig werden.

Dieses Problem kann die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes im Allgemeinen oder speziell in Berlin besonders gefährden. Durch das Auftreten der Pegida hat die TU Dresden bereits verlauten lassen, das das Image der deutschen Unis im Ausland stark gelitten hat. Viele internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hatten sich Sorgen darüber gemacht, ob sie in Berlin überhaupt willkommen wären.

Aus diesem Grund hat sie die TU Dresden direkt mit Hilfe einer Demo auf dem Altmarkt weltoffen gezeigt. Sogar ein internationales Gastmahl fand statt. Die Demonstration der Technischen Universität Dresden sollte allen Menschen zeigen, wie weltoffen und herzlich die Stadt doch ist.

Die Pegida ist zwar inzwischen auf ein kleines Maß geschrumpft, dafür bleibt der Nachhall in vielen anderen Ländern noch hörbar. Viele fremdenfeindliche Äußerungen haben für einen Imageschaden gesorgt, von dem auch die Berliner Hochschulen nicht verschont geblieben sind.

Ein fester Platz im internationalen Wissenschaftsbetrieb ist jetzt noch schwieriger zu bekommen. Diese Ansicht vertritt der Rektor der TU Dresden und hatte daher die Idee der Demo ins Leben gerufen. Schließlich sind Rufschädigungen nicht in Zahlen oder Statistiken zu finden. Vielmehr setzt es sich in die Köpfe der anderen Länder fest und kann nur schwer wieder ins rechte Licht gebracht werden.


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